Bodensanierung eines ehem. IG Farben-Standortes im
 Wabenverfahren und mit Großlochbohrungen

Nutzungshistorie

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde auf dem ca. 60.000 m² großen Areal in unmittelbarer Nachbarschaft zur Spree eine chemische Fabrik, die Aceta GmbH, gegründet. Vordergründiges Produktionsziel der Gesellschaft war die Herstellung von Acetatseide und Anilin. Mitte der 30er Jahre übernahm die IG Farbenindustrie AG das Werk und nutzte es als Standort zur Weiterverarbeitung u.a. von Chlorbenzolen und Chlornitrobenzolen. Nach Ende des 2. Weltkrieges wurde ein Gummiwerk auf dem Gelände gegründet. Das Gummiwerk wurde 1994 geschlossen. Im Rahmen einer städtebaulichen Entwicklung soll auf dem Gelände Gewerbe angesiedelt werden.

Projektbearbeitung

Die ARGE IBL-HGN (IBL-Ingenieurtechnische Beratung und HGN Hydrogeologie GmbH, NL Berlin Brandenburg) wurde durch die Wasserstadt GmbH im Rahmen des Altlasten-Haftungsfreistellungsverfahrens mit der historischen Recherche, der Schadenserkundung, der Sanierungsplanung, der Ausschreibung und der Bauoberleitung beauftragt.

Aufgabenstellung

Auf Grundlage der historischen Recherche fand eine laterale und vertikale Eingrenzung von fünf separaten Schadstoffquellen statt. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Randbedingungen wurden im Rahmen einer Variantenbetrachtung ein Bodenaustausch mit Rüttelsenkkästen (Wabenverfahren) und Großlochbohrungen als Vorzugsvarianten ermittelt. Da für einen Teil der zu sanierenden Flächen ein Investor bereit stand, fanden die Planung und die Ausschreibung der Bodensanierung fließend statt.

Auftraggeber/Projektgruppe

Die Entscheidungsfindung erfolgte in einer Projektgruppe, welche aus der BvS Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin, und der Mull und Partner GmbH als Projektcontroller bestand.

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Eckdaten Sanierungsmaßnahme


Ausführungszeitraum

Planungsbeginn: 1. April 2005
Ende der Baumaßnahme: 7. Juli 2005