Sanierung der Altablagerung ehemalige Sonderschadstoffdeponie
Tröbitz im Landkreis Elbe-Elster

Nutzungshistorie

Bis in die 60er Jahre wurde  das Gelände im Rahmen der Braunkohlenförderung  genutzt. Zurück blieb ein ca. 1 km langer und 150 m breiter Schlauch. 1967 gibt die Bergbehörde Senftenberg das Restloch zur Verkippung fester Abfälle frei. In der Folge werden unkontrolliert Abfälle aller Art eingelagert. 1973 wird die Kippe als geeignet zur Verbringung von Wasserschadstoffen aus Havarien eingestuft, bevor 1976 das VEB Rohrkombinat Riesa die Betreiberschaft der Deponie übernimmt.

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Anschließend erfolgt die Einlagerung von ca. 120.000 m³ Sonderabfällen. Überwiegend pastöse und flüssige Abfälle wurden verkippt. Flüssige Ölschlämme, Neutralisationsschlämme und Teerrückstände ergaben einen nicht mehr definierbaren Cocktail an Schadstoffen. Die Einlagerung fester Abfälle erfolgte auf der sog. Feststoffdeponie; flüssige und pastöse Massen wurden im sog. Ölverkippungsbecken eingelagert. Die Verkippung fand ungeordnet und ohne Nachweis statt.


Aufgabenstellung

Die Sanierung der Altablagerung wurde im Rahmen der Haftungsfreistellung realisiert. Für den Eigentümer der Altablagerung, der MGS Märkische Grundstückssanierungsgesellschaft mbH, war die IBL als NAN der GWAC mbH mit der Projektbegleitung und Bauoberleitung beauftragt.


Projektgruppe

Die Entscheidungsfindung bzw. Bearbeitungsüberwachung erfolgt in einer Projektgruppe. Neben den Vertretern der MGS gehören ihr die BvS Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben, das Umweltamt des Landkreises, das Landesumweltamt und das Ministerium für Umweltschutz und Raumordnung des Landes Brandenburg an.


Ausführung

In 1997 begannen die Arbeiten im Rahmen der Haftungsfreistellung mit Untersuchungen zur Gesamtsituation des Grundwassers und zu den eingelagerten Stoffen. Ab 1999 wurde eine Sanierungsuntersuchung durchgeführt. In Vorbereitung der Sanierung fanden Vorversuche zur Konditionierung der Schlämme statt. Die Genehmigung der Gesamtmaßnahme erfolgte im zweiten Quartal 2003 in Form eines als verbindlich erklärten Sanierungsplanes nach § 13 BundesBodenschutzgesetz durch den Landkreis Elbe Elster.

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Der Schlamm wurde konditioniert und mit einer Kunststoffdichungsbahn abgedichtet.

Baudurchführung: Juni 2003 - September 2005