Werksdeponie Premnitz - Sanierungsplanung
Landkreis Havelland

Nutzungshistorie

Die Werksdeponie Premnitz befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen VEB Chemiefaserwerkes "Friedrich Engels". Sie wurde 1920 in einer Kiesgrube eingerichtet. Verbracht wurden seither alle Abfälle des Industrieareals; insbesondere Spinnereiabfälle, Ausbrände aus Retorten eines Schwefelkohlenstoffbetriebes, Viskosefehlchargen, Aktivkohlereste, Generatorenaschen und Spinnkuchen. Die Senke wurde durch Verkippungen von Bauschutt und Hausmüll umwallt. Auf den  ca. 10 Tm² Fläche sind ungefähr 20 Tm³ Abfälle eingelagert, die überwiegend pastöser Art sind.


Aufgabenstellung

Eigentümer der Werksdeponie ist die LEG-Landesentwicklungsgesellschaft Brandenburg GmbH i.L. Die Sanierung findet im Rahmen der Haftungsfreistellung statt. Die Ingenieurgemeinschaft GICON/JenaGEOS/IBL wurde mit der Gefährdungs-abschätzung und Sanierungsplanung beauftragt.

Projektgruppe

Die Steuerung der Sanierung erfolgt über eine Projektgruppe, die, neben dem Eigentümer, aus dem Landkreis Havelland, dem Landesumweltamt und dem Ministerium für ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz besteht.

Bearbeitungsstand

Nach Erkundungsmaßnahmen in 2002 fand in 2003 eine Gefährdungsabschätzung statt. Zur Festlegung der Vorzugsvariante zur Sanierung waren Vorversuche erforderlich, die in 2006 realisiert wurden. Die Genehmigung der Sanierung erfolgte anschließend auf Grundlage eines Sanierungsplanes nach § 13 BundesBodenschutzgesetz.

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Im Frühjahr 2008 begannen die Baumaßnahmen. Die pastösen Schlämme wurden konditioniert und lagenweise verdichttet wieder eingebaut. Auf die so geschaffene Fläche kamen die festen Abfälle aus den Randwällen. Das Gesamtbauwerk wurde mit einer Kunststoffdichtungsbahn abgedichtet, mit Rekuboden belegt und begrünt.

Die Baumaßnahmen wurden im Frühjahr 2009 beendet.